1986 gründete Dirk Ofner einen Literaturstammtisch in der Stadt Salzburg, der den Zweck hatte, dass sich junge, noch unbekannte Autor/inn/en einmal wöchentlich treffen konnten, um sich gegenseitig eigene Texte vorzulesen und Kritik zu üben sowie sich über aktuelle Begebenheiten im Literaturbetrieb auszutauschen. Die Nachfrage war groß und schon ein Jahr später war der Wunsch vorhanden, mit den Texten an die Öffentlichkeit zu gehen. Es entstand eine Literaturgruppe, die Lesungen organisierte und die erste Zeitschrift herausbrachte. Die Gruppe gab sich und ihrer Literaturzeitschrift auf Vorschlag von Kurt Wölflingseder den Namen erostepost. Am 22. 9. 1987 unterschrieb man den Gründungsvertrag der erostepost Gesellschaft nach bürgerlichen Recht. Zunächst wurden in der Zeitschrift fast ausschließlich Beiträge der Gruppenmitglieder veröffentlicht, doch schon bald nahm man auch Texte von anderen Autor/inn/en auf. Kurz vor Übersiedelung in das Salzburger Literaturhaus 1991 löste sich die Literaturgruppe auf und auch der Literaturstammtisch wurde eingestellt.

Seit damals wurde erostepost ausschließlich von Kurt Wölflingseder und Dirk Ofner organisiert und hatte die Zielsetzung, deutschschreibende junge, unbekannte Autor/inn/en aus allen Nationen durch Veröffentlichung in der Zeitschrift und durch Einladung zu Lesungen zu fördern.
Nach dem Tod von Dirk Ofner wurde erostepost als Verein neu organisiert, wobei die Zielsetzung die gleiche blieb.